Die Rolle der Achtsamkeit in der Therapie Werkzeuge und Techniken Lumende Blog_7

Achtsamkeitsbasierte Verfahren Achtsamkeit in der Therapie

Die Anpassung von Achtsamkeitspraktiken an die individuellen Bedürfnisse der Klienten ist ein weiterer wichtiger Aspekt der Integration. Nicht alle Klienten werden mit denselben Achtsamkeitstechniken in Resonanz stehen, daher ist es wichtig, dass Therapeuten verschiedene Optionen erkunden und Praktiken an die Vorlieben und therapeutischen Ziele jedes Klienten anpassen. Ein Klient mit hohen körperlichen Spannungen könnte beispielsweise mehr von achtsamen Bewegungspraktiken profitieren, während ein Klient mit aufdringlichen Gedanken die achtsame Beobachtung hilfreicher finden könnte. Dieser personalisierte Ansatz erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Klienten sich auf Achtsamkeit einlassen und ihre Vorteile erleben. Mindfulness-Based Cognitve Therapy, kurz MBCT, ist ein neuer Ansatz zur Rückfallprophylaxe bei Depressionen. Therapeuten können Achtsamkeit auch mit anderen therapeutischen Ansätzen integrieren, wie CBT, dialektischer Verhaltenstherapie (DBT) und Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT).

Pranayama – Die Bedeutung des Atems und 3 Methoden

Diese Technik hilft den Klienten, Abstand zu ihren Gedanken und Emotionen zu gewinnen, ihre Intensität zu reduzieren und sie handhabbarer zu machen. Sie verbessert auch das metakognitive Bewusstsein, also die Fähigkeit, die eigenen Denkprozesse zu beobachten, eine Fähigkeit, die für die kognitive Umstrukturierung in der Therapie entscheidend ist. Achtsamkeit spielt auch eine entscheidende Rolle dabei, Klienten zu helfen, Selbstmitgefühl zu entwickeln. Indem sie lernen, ihre Gedanken und Emotionen ohne Urteil zu beobachten, können Klienten eine freundlichere, akzeptierendere Haltung gegenüber sich selbst kultivieren. Dies ist besonders vorteilhaft für Menschen mit Depressionen oder geringem Selbstwertgefühl, die oft mit harscher Selbstkritik zu kämpfen haben. Studien haben gezeigt, dass Selbstmitgefühl, das durch Achtsamkeit gefördert wird, mit größerer emotionaler Widerstandsfähigkeit und Wohlbefinden verbunden ist.

Die Erkenntnis zu gewinnen, dass uns Menschen alle miteinander verbindet, dass wir Freudvolles und auch Leidvolles in unserem Leben erfahren. Es geht bei der Praxis der Achtsamkeit darum, sich noch besser kennenzulernen, wertschätzende Erfahrungen zuzulassen. Es gibt kein Ziel zu erreichen, da sich das Ziel außerhalb des gegenwärtigen Augenblicks befindet.

Diese Praxis lenkt die Aufmerksamkeit von negativen Gedanken weg und hilft den Klienten, sich auf die positiven Aspekte ihres Lebens zu konzentrieren. Studien haben gezeigt, dass Dankbarkeitstagebuch die Stimmung verbessern, die Lebenszufriedenheit steigern und Symptome von Depressionen reduzieren kann. Indem sie diese Praxis in ihre tägliche Routine integrieren, können die Klienten ihr allgemeines Wohlbefinden und ihre Resilienz verbessern. Schließlich integrieren achtsame Bewegungspraktiken, wie Yoga oder Tai Chi, Achtsamkeit mit körperlicher Aktivität. Diese Praktiken ermutigen die Klienten, ihren Körper mit Bewusstsein zu bewegen und dabei auf die Empfindungen der Bewegung, des Atems und des Gleichgewichts zu achten. Achtsame Bewegung ist besonders hilfreich für Klienten, die traditionelle sitzende Meditation als herausfordernd empfinden oder die Spannungen und Stress in ihrem Körper erleben.

Falls Sie gemerkt haben sollten, dass Ihr Geist abgeschweift ist – herzlichen Glückwunsch – dies war bereits ein Augenblick der Achtsamkeit. Ein Moment der bewussten Entscheidung, sich mit Ihrem Gewahrsein wieder auf den Atem zu konzentrieren. Diese bewusste Erfahrung des Autopiloten bietet im Alltag viele Möglichkeiten der Handlungsfreiheit. Die Kultivierung von Achtsamkeit im Alltag stellt die Basis für Veränderung dar.

Eine der wichtigsten Möglichkeiten, wie Therapeuten Achtsamkeit in ihre Praxis integrieren können, ist, sie während der Sitzungen vorzuleben. Das bedeutet, dass Therapeuten selbst Achtsamkeit verkörpern und gegenwärtige Momentaufmerksamkeit, tiefes Zuhören und nicht wertende Akzeptanz in ihren Interaktionen mit Klienten praktizieren sollten. Wenn Therapeuten Achtsamkeit vorleben, schaffen sie eine ruhige und fokussierte therapeutische Umgebung, die den Klienten helfen kann, sich während der Sitzungen wohler und offener zu fühlen. Damit Achtsamkeit wirksam ist, muss sie regelmäßig praktiziert werden, sowohl in als auch außerhalb der Therapiesitzungen. Therapeuten bieten den Klienten oft praktische Achtsamkeitsübungen an, die sie in ihre täglichen Routinen integrieren können. Diese Übungen sind so konzipiert, dass sie einfach, zugänglich und an verschiedene Lebensstile anpassbar sind, was es den Klienten erleichtert, Achtsamkeit in ihren Alltag zu integrieren.

Allerdings bedarf es der richtigen therapeutischen Erfahrung und Betreuung, um mit Hilfe von Spieltherapie Erfolge bei der Genesung von Kindern zu erzielen. Fruchtet die Spieltherapie allerdings erst einmal, kann sie ein wunderbares Mittel sein, Menschen selbst über schlimme Traumata hinwegzuhelfen. In der zweiten Stufe kann der Therapeut dabei helfen, die Bewusstheit dessen, was der Patient beim Spielen erlebt, zu fördern. So kann beispielsweise das Gefühl, dass der Patient nach etwa einem verlorenen Spiel hat, benannt und thematisiert werden. Indem über das Erlebte gesprochen wird, kann der Patient besser mit den Gefühlen umgehen – bestenfalls nicht nur beim und nach dem Spielen, sondern auch im Alltag. In der ersten Stufe geht es meist rein um das erste Erleben eines Spiels und dabei bestenfalls das Erleben der eigenen Gefühle, die einen dabei überkommen.

Gruppentherapie-Übungen können einewirksame Methode zur Behandlung von Depressionen sein. In der Gruppe können die Teilnehmer emotionale Unterstützung und Mitgefühl finden, was dazu beitragen kann, das Gefühl der Isolation zu verringern. Ätherische Öle sind natürliche Heilmittel zur Stressbewältigung und fördern die Entspannung.

  • Achtsames Essen ermutigt die Klienten, langsamer zu essen und ihre Mahlzeiten zu genießen, was zu gesünderen Essgewohnheiten und einer größeren Wertschätzung der Nahrung führen kann.
  • Durch das Training, Gedanken und Gefühle bewusst wahrzunehmen, sollen negative Gedankenspiralen durchbrochen werden.
  • Im Vordergrund steht die eigene Erfahrung von Achtsamkeit durch die regelmäßige Praxis.
  • Der Schwerpunkt wird auf die Ausrichtung der Aufmerksamkeit auf den jeweiligen Meditationsfokus (z.B. Atem, Körperempfindungen etc.) gelegt, ohne diese Wahrnehmungen zu bewerten.
  • Therapeuten können Achtsamkeit auch mit anderen therapeutischen Ansätzen integrieren, wie CBT, dialektischer Verhaltenstherapie (DBT) und Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT).
  • Der “Drei-Minuten-Atemraum” ist eine verkürzte Achtsamkeitspraxis, die die Klienten den ganzen Tag über nutzen können.

Die kurzen Momente der Achtsamkeit

Auch bestimmte Wünsche, Gedanken und Bedürfnisse treten dabei oft zum Vorschein. Im Rahmen der Spieltherapie beobachten viele Therapeuten, dass dies sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen häufig negativ empfundene Gefühle sind. Wut, Trauer, Ärger und Frustration oder gar Gefühle von Hass und Verzweiflung sind keine Seltenheit. Im Spiel müssen diese Gefühle, anders als oft im Alltag nicht unterdrückt werden, sondern dürfen (müssen aber nicht) hier frei herausgelassen werden. Zwar formulierte Axline diese Regeln speziell auf die Therapie mit Kindern gemünzt, doch die Spieltherapie mit Erwachsenen funktioniert ähnlich.

Diese zentrale Thematik ist meist Ausdruck einer in der Kindheit gelernten Überlebensstrategie, die aus der Not heraus entstanden ist. In der Therapie geht es darum, eine neue Wahrnehmung zu ermöglichen, die dem eigenen essenziellen Wesen der Person und ihrem einzigartigen Potenzial gerecht wird. In der Therapie dient Achtsamkeit als Grundlage für verschiedene Interventionen und hilft Klienten, sich ihrer automatischen Gedanken und Verhaltensweisen bewusster zu werden.

Du fühlst Dich gestresst, leidest unter Depressionen, Ängsten oder Substanzabhängigkeit? In diesem Artikel stellen wir Dir achtsamkeitsbasierte Verfahren vor, die Dir helfen können, durch Achtsamkeitsübungen Deine subjektiven Wahrnehmungen zu kontrollieren und zu lenken. Jede Person hat positive und konstruktive Potenziale in sich, die nach Wachstum und Entwicklung streben – auch wenn es sich oft nicht so anfühlt. Meine Arbeitsweise basiert auf Konzepten von Achtsamkeit und Meditation sowie der Personzentrierten Psychotherapie nach Carl Rogers. Die Wirksamkeit von Personzentrierter Psychotherapie und achtsamkeitsbasierten Interventionen (Mindfulness-based Interventions – MBI) ist durch wissenschaftliche Studien belegt. Achtsamkeit und Personzentrierte Beratung und Therapie sind die ideale Verbindung, um die essenzielle Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen.

Ein Beispiel ist die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) nach Marsha Linehan, in der Achtsamkeit eine Komponente im Fertigkeitstraining darstellt. In der Accpetance and Commitment Therapy (ACT) von Hayes und Kollegen spielt Achtsamkeit eine wichtige Rolle beim Erlangen einer grundlegend akzeptierenden Haltung. Auch die Euthymie Therapie von Lutz kann hier eingeordnet werden, da durch das achtsame Lenken der Aufmerksamkeit positive Erfahrungen gesammelt werden sollen.

Wie bereits erwähnt, ist die Spieltherapie gerade für Kinder und jüngere Jugendliche ein wichtiges Mittel, psychische Belastungen zu überwinden. Mit Hilfe eines Spiels können viele Kinder sich erst mitteilen – sie finden im Spiel eine Sprache. Mit Hilfe dieser Sprache ist es zudem möglich, Lösungen für Probleme zu finden, die vorher vielleicht nicht zu bewältigen schienen.

Ähnlich wie bei der Meditationspraxis ist auch hier das Ziel sich mit den Gedanken nicht automatisch zu identifizieren. In der Psychoanalyse ist Aufmerksamkeit während der Analyse vergleichbar mit der gleichmütig-akzeptierenden Achtsamkeit (Lohmann & Annies, 2016). Besonders die humanistischen Verfahren, wie die Gestalttherapie oder die Gesprächstherapie, teilen viele Ansichten mit der Achtsamkeitslehre und unterscheiden sich vorwiegend in der Methode. Damit Achtsamkeit am effektivsten ist, sollte sie nahtlos in den therapeutischen Prozess integriert werden. Dies beinhaltet nicht nur das Lehren von Achtsamkeitstechniken, sondern auch das Helfen der Klienten, zu verstehen, wie diese Praktiken ihre umfassenderen therapeutischen Ziele unterstützen können. Wenn Achtsamkeit durchdacht eingesetzt wird, kann sie verschiedene therapeutische Modalitäten verbessern und den Klienten einen ganzheitlicheren Ansatz zur psychischen Gesundheitsfürsorge bieten.

Vielmehr können sie im Spiel auch leichter Wertschätzung für das Gegenüber aufbringen und Zuwendungs- und Einfühlsamkeitsangebote machen. Dadurch entsteht eine natürliche Beziehung zwischen den Spielenden, zwischen Patienten und Therapeut und die Therapieziele können meilleur site de jeux d’argent suisse schneller sowie besser erreicht werden. Die Integration von Achtsamkeit in die Psychotherapie zeigt, wie verschiedene Disziplinen – Neurowissenschaft, Medizin, Psychologie und sogar Technik – zusammenwirken können, um einen ganzheitlichen Therapieansatz zu schaffen. Das Übungsprogramm wurde 1979 von Prof. Dr. Jon Kabat-Zinn und seinen MitarbeiterInnen an der Stress Reduction Clinic der Universität von Massachusetts in Worcester, USA, entwickelt.

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